Liechtensteiner Rasse- Meerschweinchen
Wissenswertes Mögliche Gruppenkonstellationen Haremsgruppe (Ein Kastrat plus mehrere Weibchen) Dies ist die unproblematischste Konstellation und eignet sich als Anfängergruppe. Ein Kastrat lebt mit mehreren Weibchen zusammen. Kastratengruppe Auch Böcke können harmonisch zusammenleben. Wichtig ist jedoch, dass die Böcke kastriert sind - auch wenn sie keinen Weibchenkontakt haben. Bei mehreren unkastrierten Böcken ist die Chance um ein Vielfaches geringer, dass sie sich dauerhaft verstehen würden. Ob sich ein Meerschweinchen-Bub für eine Boygroup eignet, ist hauptsächlich vom Charakter abhängig. Auch die Sozialisation spielt eine grosse Rolle (wie übrigens in jeglicher Gruppenkonstellation). Bei Kastratengruppen muss allerdings in der Haltung mehr beachtet werden: noch wichtiger als in der Haltung von einem Kastraten und mehreren Weibchen ist es, dass keine Engstellen im Gehege bestehen und sich die Tiere jederzeit aus dem Weg gehen können, wenn sie wollen. Zudem benötigen sie generell ein Gehege mit grosszügiger Grundfläche. Bedenken Sie, dass 50% der Meerschweinchen-Babies, die geboren werden, Böcke sind. Diese finden jedoch oft wesentlich schwerer ein Zuhause, da bei Haremsgruppen zwar beliebig mit Weibchen, nicht jedoch mit Kastraten aufgestockt werden kann. Als alternative Haltungsform zur Haremshaltung sollte daher auch eine Kastratengruppe in Erwägung gezogen werden. Der Vorteil: oft hat man bei Böcken die grössere Auswahl und kann quasi aus dem Vollen schöpfen. :-) Gemischtgruppe mit mehreren Kastraten und Weibchen Diese Haltungsform wird aktuell immer populärer. Sie birgt allerdings auch ein gewisses Risiko: nicht jeder Kastrat duldet neben sich einen Konkurrenten. Hier ist deshalb ein besonderes Augenmerkt auf den Charakter und insbesondere auch auf die Sozialisierung der Kastraten zu legen. Es kann jedoch auch eine solche Gemischtgruppe wunderbar harmonieren und mancher Kastrat ist ganz froh, wenn er einige Aufgaben einem Partner übergeben kann, der sich um die Zickereien der Weibchen kümmert. Möchten Sie den Versuch mit einem Zweitkastraten starten, eignet sich vor allem ein Jungkastrat (bestenfalls ein Frühkastrat), der bereits in einer Gemischtgruppe sozialisiert wurde. Lassen Sie sich umfassend beraten und von einem Züchter oder einer Notstation diejenigen Kastraten zeigen, welche sich für ein solches Projekt am Besten eignen würden. Dennoch sollten Sie eine Notlösung parat haben, falls Ihr Kastrat den neuen Kastraten nicht dulden sollte. Generell gilt: je mehr Weibchen pro Kastrat in der Gruppe leben und je mehr Platz und Ausweichmöglichkeiten bestehen, desto besser sind die Chancen, dass es mit einer Gemischtgruppe klappt. Meiner Erfahrung nach spielen jedoch der Charakter der Tiere sowie deren Sozialisation mindestens eine genauso grosse Rolle. Weibchengruppe Eine Gruppe bestehend aus Weibchen ohne Kastraten ist nicht zu empfehlen! Weibchen in solchen Gruppenkonstellationen nehmen oftmals unnatürliche Verhaltensweisen (”Mannsweiber”) an, da der Kastrat fehlt, welcher eine ganz wichtige Rolle in einer Gruppe einnimmt. Es kommt häufig zu Zickereien und dicker Luft. Ein guter Haremsführer schafft hier Abhilfe und sorgt für Harmonie. Die Haltung reiner Weibchengruppen ist nicht artgerecht und unnatürlich. Gönnen Sie sich und Ihren Weibchen einen Kastraten! Für alle Gruppenkonstellationen gilt gleichermassen: keine Babies ohne mindestens einen erwachsenen Erzieher! genügend Platz, um sich aus dem Weg zu gehen (wichtig ist hierbei eine genügend lange Rennstrecke und eine Breite des Geheges ab 80cm) als Einrichtungsgegenstände eignen sich insbesondere Röhren, Unterstände, Unterschlüpfe und Häuschen mit mind. zwei Ein- bzw. Ausgängen. Engstellen sollten vermieden werden informieren Sie sich vor einer neuen Vergesellschaftung ausführlich darüber, was bei einer Zusammenführung zu beachten ist und welches Verhalten der Tiere normal ist. Oft wird zu früh getrennt, obwohl die Tiere nur die Rangordnung neu festlegen müssen, was ganz normal ist. Umgekehrt muss man wissen, wann man in das Geschehen eingreifen muss, um schlimmstenfalls schwere Bissverletzungen zu verhindern. Zum Schluss noch ein interessantes Video, das anschaulich zeigt, wie wichtig eine optimale Sozialisation für das friedliche Zusammenleben der Meerschweinchen ist:  
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