Liechtensteiner Rasse- Meerschweinchen
Wissenswertes Ein paar Worte zum Thema “Hobbyzucht” -oder- Augen auf beim Meerschweinchen-Kauf! Hobbyzucht ist kein geschützter Begriff, d.h. jeder kann sich Hobbyzüchter nennen, der einen Bock auf ein Weibchen setzt. Zu einer seriösen Zucht gehört jedoch weit mehr, als zwei Meerschweinchen gegenteiligen Geschlechts. Wie erkennt man nun aber, ob man an einen seriösen Züchter mit entsprechendem Fachwissen geraten ist oder nicht? Seriöse Züchter geben keine unkastrierten Böcke an Liebhaberhalter ab. Warum? Man schützt die Böcke vor dem Herumreichen zum “einmal Junge haben” Man erhöht die Chancen auf ein friedliches Zusammenleben Die Sozialisation der Frühkastraten in der Gruppe ist schlicht besser: die Böcke müssen nicht aus dem Familienverbund gerissen werden und lernen stressfrei von erwachsenen Tieren das Meerschweinchen-ABC (siehe dazu auch die Studien von Norbert Sachser:  Sozialpsychologische Untersuchungen an Hausmeerschweinchen) Die Böcke müssen beim neuen Besitzer keine Kastrationsquarantäne absitzen, was in der Regel Einzehaltung bedeuten würde (gesetzlich verboten & bedeutet sehr viel unnötigen Stress für ein solch hochsoziales Tier wie das Meerschweinchen) Bleibt ein unkastrierter alter Bock einer Gruppe übrig, hat man ein Problem: Eine Kastration ist in hohem Alter zu riskant, also bleibt nur ein Kastrat als Gesellschaft. Am ehesten klappt eine solche Vergesellschaftung mit einem jungen Frühkastraten, was jedoch für beide wegen dem grossen Altersunterschied keine glückliche Lösung ist Lassen Sie sich nicht täuschen! Gerne werden zwei unkastrierte Babyböcke gemeinsam verkauft mit dem Hinweis, dass sich diese vertragen werden, da es ja Brüder seien. Etwa die ersten 5 Monate wird es den Anschein haben, als stimme dies auch. Dann kommen die beiden in die Pubertät. Aufgewachsen ohne erwachsene “Erzieher-Meerschweinchen” haben sie keine richtigen Manieren gelernt und konnten nicht üben, wie man sich in Konfliktsituationen in einem Rudel sozialverträglich verhält. Da beide gleich alt und gleich stark sind, noch dazu den vollen Hormonschub bekommen, da sie ja unkastriert sind, werden sie die Rangordnung ausdiskutieren. Nicht selten hat man dann zwei Böcke mit Bissverletzungen, die sich nicht mehr vertragen, evtl. sogar wegen des Stresses mit Nebenerscheinungen wie Pilzerkrankungen oder Parasitenbefall. Die Folge? Man muss sie trennen, beide kastrieren lassen, die Kastrationsfrist müssen sie wohl oder übel alleine absitzen und man muss jedem neue Partner besorgen oder einen der Beiden abgeben. Man kann jedoch schon von Anfang an vieles dafür tun, dass die Chancen auf ein harmonisches Zusammenleben steigen. Einer der ersten und wichtigsten Schritte ist die (Früh-) Kastration! Seriöse Züchter setzen Verpaarungen zielgerichtet, bewusst und mit minimalem Risiko für die werdenden Mütter (Zuchtpausen, Alter der Zuchttiere usw.) Fragen Sie nach dem Zuchtziel (von gesunden Tieren bis hin zur Erreichung eines Rassestandards kann alles seriös sein, solange ein Zuchtziel existiert und nicht nur “die Babies einfach sooo süss sind” oder ähnliches) Schauen Sie sich die Elterntiere an und achten dabei besonders auf das Alter des Muttertieres. Die erste Verpaarung sollte nicht vor einem Alter von 5 Monaten gesetzt werden und ab einem Gewicht von 650 Gramm aufwärts. Zuchtpausen: Einem Weibchen sollte eine angemessene Zuchtpause von mind. 5 Monaten gegönnt werden, bevor die nächste Verpaarung gesetzt wird. Rente: Ein Weibchen sollte nicht unendlich viele Würfe haben, sondern mit angemessenem Alter in Rente gehen dürfen. Zudem sollten Weibchen mit Geburtskomplikationen aus der Zucht genommen werden, wenn sich vermuten lässt, dass diese erneut vorkommen werden. Seriöse Züchter bieten ihren Tieren eine artgerechte Haltung Lassen Sie sich die Haltung der Tiere zeigen. Insbesondere die Zuchtbockhaltung kann aufschlussreich sein: lebt der Zuchtbock in einer engen Box oder gar alleine? Vielleicht sitzt er gar noch bei der Mutter mit den Jungen und hat sie demnach direkt nach der Geburt nachgedeckt? Dann lassen Sie lieber die Finger von dieser “Zucht”. Lassen Sie sich zeigen, wie die Jungtiere aufwachsen. Diese sollten für eine optimale Sozialisation mit erwachsenen Tieren aufwachsen, idealerweise in einer gemischten Gruppe mit gemischter Altersstruktur. Seriöse Züchter können Sie ausführlich und korrekt beraten Ist der Züchter selbst genügend informiert über Meerschweinchen (Haltung, Gruppenzusammenstellung, Ernährung, Zucht, usw.)? Nimmt sich der Züchter Zeit für Sie und Ihre Fragen, oder fertigt er Sie nur schnell an der Haustüre ab und drückt Ihnen das Meerschweinchen in die Hand? Seriösen Züchtern ist das Wohl ihrer Schützlinge auch noch nach dem Verkauf wichtig Wenn Sie nach dem Kauf eines Tieres Probleme oder Fragen rund um das Thema Meerschweinchen haben, wird ein seriöser Züchter Ihnen gerne beratend zur Seite stehen. In der Regel werden Tiere, welche aus privaten Gründen nicht mehr gehalten werden können, vom Züchter zurückgenommen, oder aber er wird bei der Vermittlung der Tiere zumindest behilflich sein, wenn eine Rücknahme zu dem Zeitpunkt nicht möglich sein sollte.  
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